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Regulatorische Prüfung der ADI Predictstreet-Plattform durch die GGL nimmt Fahrt auf

Geschrieben von Avery Braun · 17.8.2026

Regulatorische Prüfung der ADI Predictstreet-Plattform durch die GGL nimmt Fahrt auf

Bild der GGL-Prüfung und Werbeplatzierungen von ADI Predictstreet in deutschen Medien

Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder hat eine formelle Prüfung der ADI Predictstreet-Plattform eingeleitet, die als erste lizenzierte Prognosemarkt-Plattform Europas gilt, und diese Untersuchung konzentriert sich auf Werbeauftritte während Fußballübertragungen sowie auf dem Kindersender KiKa.

Die Behörde analysiert dabei, ob die sichtbaren Markenplatzierungen mit geltenden Werberichtlinien für Glücksspielangebote vereinbar sind, während gleichzeitig Fragen zur rechtmäßigen Teilnahme deutscher Nutzerinnen und Nutzer im Raum stehen, und die Prüfung erfolgt vor dem Hintergrund der offiziellen Partnerschaft von ADI Predictstreet mit dem FIFA-Weltmeisterschaftsturnier 2026.

Hintergründe zur Plattform und ihrer Lizenzierung

ADI Predictstreet positioniert sich als erster europaweit lizenzierter Anbieter für Prognosemärkte, bei denen Teilnehmer auf Ausgänge von Sportereignissen wetten können, ohne dass klassische Glücksspielelemente im Vordergrund stehen, und die Plattform hat bereits Kooperationsverträge mit großen Sportverbänden abgeschlossen, darunter die Partnerschaft für die Weltmeisterschaft 2026.

Beobachterinnen und Beobachter der Branche verweisen darauf, dass die Lizenzierung in einem EU-Mitgliedstaat erfolgte, wodurch die Plattform ihre Dienste grenzüberschreitend anbieten darf, während die deutsche Regulierungsbehörde nun klären muss, wie solche Angebote unter das nationale Glücksspielgesetz fallen.

Werbeauftritte auf Sendern und daraus resultierende Fragen

Die Sichtbarkeit der Marke während Übertragungen von Fußballspielen und auf KiKa hat die Aufmerksamkeit der GGL auf sich gezogen, weil Werbebeschränkungen für Glücksspielangebote in Deutschland besonders strenge Vorgaben für jugendfreie Sendezeiten und für Sportübertragungen enthalten, und die Behörde prüft nun, ob diese Platzierungen als unzulässige Werbung zu werten sind.

Experten der Glücksspielaufsicht stellen dabei fest, dass die Abgrenzung zwischen erlaubten Prognosemärkten und regulierten Wettangeboten noch nicht abschließend geklärt ist, sodass die laufende Untersuchung auch als Testfall für künftige Klassifizierungen dienen könnte, und die Prüfung erstreckt sich ausdrücklich auf die Frage, ob deutsche Nutzerinnen und Nutzer rechtlich an den Märkten teilnehmen dürfen.

Auswirkungen auf die FIFA-Partnerschaft 2026

Die Rolle als offizieller Prognosemarkt-Partner der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 verstärkt die Relevanz des Verfahrens, weil internationale Sportverbände zunehmend mit solchen Plattformen zusammenarbeiten, und die Entscheidung der GGL könnte daher Maßstäbe für ähnliche Kooperationen in anderen europäischen Ländern setzen.

Behördenvertreterinnen und Vertreter haben bereits angekündigt, dass sie die Ergebnisse der Untersuchung mit anderen nationalen Aufsichtsstellen abstimmen wollen, damit einheitliche Kriterien für die Bewertung von Prognosemärkten entstehen, und im August 2026 werden voraussichtlich erste Zwischenergebnisse erwartet, die den weiteren Verlauf der Partnerschaft beeinflussen könnten.

Darstellung der regulatorischen Zusammenarbeit zwischen GGL und internationalen Sportverbänden

Rechtliche Rahmenbedingungen und mögliche Präzedenzwirkung

Das deutsche Glücksspielstaatsvertrag sieht klare Werbeverbote und Teilnahmebeschränkungen vor, die nun auf Prognosemärkte angewendet werden sollen, während ADI Predictstreet argumentiert, dass die Plattform aufgrund ihrer Lizenzierung und der Natur der Produkte nicht unter diese Regelungen fällt, und die GGL muss in den kommenden Monaten entscheiden, welche Kriterien letztlich ausschlaggebend sind.

Rechtsexpertinnen und Experten weisen darauf hin, dass ein positives oder negatives Ergebnis der Prüfung unmittelbare Auswirkungen auf andere Anbieter haben wird, die ähnliche Modelle in Deutschland anbieten möchten, und die Behörde hat bereits mit der Sammlung von Stellungnahmen aus der Branche begonnen, um eine fundierte Entscheidung treffen zu können.

Fazit

Die laufende Untersuchung der GGL zu ADI Predictstreet verdeutlicht, wie neue Geschäftsmodelle im Glücksspielbereich bestehende Regelwerke herausfordern, und die Entscheidung wird voraussichtlich die künftige Handhabung von Prognosemärkten in Deutschland und darüber hinaus beeinflussen, während die Plattform ihre Aktivitäten unter Beobachtung fortsetzt. Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder hat den Fall als prioritär eingestuft, sodass weitere Entwicklungen in den nächsten Monaten erwartet werden.